Ein Schwimmbad ist eine freiwillige Leistung. Die Stadt München betreibt 11 Hallenbäder, also ein Bad pro 150.000 Einwohner und einigen Millionen Defizit. Ein wirtschaftlicher Betrieb wie bei der Therme in Erding ist die Ausnahme (Königsbrunn und das Alpamare in Bad-Tölz wurden 2015 geschlossen). Das Hallenbad in Oberschleißheim ist wie viele andere Bäder nach über 50 Jahren am Ende seiner Lebenszeit angekommen und verursacht seit Jahren ein Defizit von etwa 500.000 € pro Jahr.

In Zeiten einer angespannten Haushaltslage muss deshalb das Konzept des Betriebes überdacht werden.

Im Gegensatz zu einem Besucherbetrieb mit Badmeistern ist eine Nutzung für Schwimmunterricht durch Schulen und Vereine deutlich günstiger, sofern man im Umfeld genügend Nutzer findet.

Auch ohne Zweckverband muss der Betrieb an sich kostendeckend sein. (Schwarze Null). Die Kosten werden dabei auf alle Nutzer umgelegt. Die eigene Gemeinde beteiligt sich mit der von ihr belegten Bahnen für das öffentliche und eigene Schulschwimmen. Ein sinnvoller Betrieb erfordert:

  • Vorrang des Sportbetriebs
    (Marketing für weitere Bahnen)
  • Bahngebühren von 90 €, die auch abgerechnet werden, wenn sie nicht genutzt werden
  • Erhöhung der Eintrittsgelder bei Badebetrieb
  • Absenkung der Temperaturen fürs Schwimmen
  • verstärkte Nutzung der Kassenautomaten

Die Planungen für einen Neubau liegen vor. Die Kosten dafür waren allerdings derart gestiegen, dass eine Finanzierung durch die Gemeinde auch mit Förderung ausgeschlossen ist, solange es nicht gelingt, neue Gewerbegebiete umzusetzen.


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