Schon wieder ein Bürgerbegehren?

Es soll ein neues Bürgerbegehren für eine Unterführung der B471 unter der Bahnlinie geben. (siehe hier). Neue Argumente gibt es dafür aber nicht.

Die Initiatoren waren schon vor 10 Jahren der Meinung, dass die Bahn im Tunnel  technisch unmöglich ist und daher nie kommen wird. Die Gegner sahen es als einen Schildbürgerstreich, wenn der Ort nicht nur durch die Bahn in Nord-Süd sondern auch noch durch eine ewig lange tiefergelegte Straße in Ost-West-Richtung getrennt würde. Dann hätte man zusätzlichen Verkehr durch den Ort ohne dass für den Lärmschutz etwas erreicht wäre. Die damals vorgelegten Vorplanungen können viele Randbedingungen nicht erfüllen und sind schlicht nicht baubar. Nun liegt zum neuen Bürgerbegehren keine neue Planung vor. Es bleibt somit unklar, wie die komplexen Anforderungen erfüllt werden können.

Auf der anderen Seite wurde die mögliche Tieferlegung der Bahn wurde zwischenzeitlich in mehreren Machbarkeitsstudien bewiesen. Darüberhinaus kann der Bedarf nach einem viergleisigen Ausbau mit weiteren Gleisen entlang der A92 schneller kommen als bislang angenommen.

Mit der zurecht befürchteten Verschärfung der Schrankenschließungen könnte in der Tat der Wunsch nach einer Beseitigung des Bahnübergangs beim Straßenbauamt und sogar bei der Bahn wachsen. Dann muss alles darauf ausgerichtet werden, dass entweder die Troglösung als die technisch einzige Möglichkeit erkannt und dadurch mit minimalen Kosten für die Gemeinde nach dem Eisenbahn-Kreuzungs-Gesetz umgesetzt wird oder im Zuge des eventuell viergleisigen Ausbaus nur Varianten in Frage kommen, die für Oberschleißheim vorteilhaft sind.


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